Wissenswertes zu Rochen

Stamm: Chordata - Chordatiere
  Unterstamm: Vertebrata - Wirbeltiere

     Klasse: Chondrichthyes - Knorpelfische
        Überordnung: Holocephalimorpha
             Familie: Chimaeridae - Chimären
        Überordnung: Selachimorpha - Haie
             Familien: Menschen- u. Grauhaie, Hammerhaie, Zebrahaie,
                           Ammenhaie, Katzenhaie, Walhaie, Dornhaie u.a.
      Überordnung: Batidoidimorpha - Rochen
             Familie: Dasyatidae - Peitschenschwanz-      
                Gattung: Dasyatis                Stachelrochen
                Gattung: Hymanura
                Gattung: Pastinachus
                Gattung: Taeniura

             Familie: Myliobatidae - Adlerrochen
                Gattung: Aetobatus
 
               Gattung: Myliobatis
                Gattung: Manta

             Familie: Torpedinidae - Zitterrochen
                Gattung: Torpedo
                Gattung: Diplobatis
                Gattung: Narcine
             Familie: Urolophidae - Runde Stechrochen
                Gattung: Urolophus
  
             Familie: Pristidae - Sägerochen
                 Familie: Rajidae - Nagelrochen
                 Familie: Rhinobatidae - Geigenrochen
benachbarte Stämme:
Mollusken, Schwämme, Quallen, Nesseltiere (Korallen) Stachelhäuter u.a.

benachbarte Klasse im Stamm Chordata:
Osteichthyes - Knochenfische
("echte" Fische) 

 

 

 

 

 

 


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Informatives zu den Rochen

Die eigenlichen Stechrochen, oder besser: Peitschenschwanz-Stachelrochen (Dasyatidae), besitzen einen langen Schwanz mit Giftstacheln an der Oberseite. Die Stacheln können erneuert werden. Nur beim Federschwanz-Rochen trägt der Schwanz einen Hautlappen, ansonsten sind die Schwänze der Stechrochen glatt. Der Kopf läuft mehr oder weniger spitz zu, der Körper ist meist rhombisch geformt. Ausnahmen bestätigen die Regel, d.h. es gibt auch runde Arten.
Sie graben sich gerne im Sand ein, und wenn man als taucher schon nicht den Rochen zu Gesicht bekommt, so kann man im Sand vor der Riffkante doch häufig die typischen Rochenkuhlen sehen. Sie sind lebendgebärend (nur die Nagelrochen legen Eier!). Sie buddeln im Sand nach Nahrung und werden dabei oft von mehreren, schmarotzenden Fischen begleitet. Insbesondere bei den Blaupunktrochen ist dies oft zu beobachten. Die größten Arten weisen Durchmesser von bis zu 2 m auf.
Auf den Malediven haben wir einmal die Paarung von Stechrochen beobachten können: Artikel zur Rochenpaarung

Zur Familie der Adlerrochen gehören die eigentlichen Adlerrochen und die Mantas. Beide zeichnen sich durch ihr typisches "Fliegen" (Flügelschlag der Brustflossen), dem sie ihren Namen verdanken. 
Am Schwanz tragen die Adlerrochen einen oder mehrere Stacheln. Sie leben meist als Einzelgänger, seltener in kleinen Gruppen. Vor Al Mukalla im Jemen haben wir bei starker Strömung aber einmal eine Herde von mindestens 50 Tieren an uns vorbei ziehen sehen. Adlerrochen sind lebendgebärend. Die gefleckten Adlerrochen können inklusive ihrem dünnen Schwanz bis zu 9 m lang werden.
Die Mantas wurden früher einer eigenen Familie zugeordnet und können bis zu 7 m Spannweite haben. Mantas ernähren sich von Plankton, Mini-Krebsen und kleinen Fischen, indem sie mit offenem Maul durchs Wasser schwimmen und die Nahrung vor den Kiemen herausfiltern. Die beiden Kopflappen optimieren den Wasserstrom ins Maul. In Riffnähe sind die Mantas häufig zu sehen, weil sie dort bestimmte Putzerstationen aufsuchen, über denen sie lange Zeit bewegungslos in der Strömung stehen und sich putzen lassen. Solange er die Fluchtdistanz nicht unterschreitet, kann der Taucher sie dort unbegrenzt beobachten. Ich habe bisher den Eindruck gewonnen, dass die Mantas, wenn man sich sehr ruhig verhält, außerordentlich neugierig sind, und oft auf den Taucher zukommen.
Wie alle großen Fische werden Mantas of von Schiffshaltern oder Pilotfischen begleitet. 

Zitterrochen werden seit einiger Zeit in Anlehnung an ihren englischen Namen auch als Torpedorochen bezeichnet. Sie können in umgewandelten Muskelzellen elektrische Ladungen erzeugen (siehe Artikel "Fische, die unter Strom stehen"). Sie sind lebendgebährend.
Die runden Stechrochen können außer an ihrem kreisförmigen Körper auch am Flosenlappen am Schwanzende erkannt werden. Sie besitzen am Schwanz außerdem Giftstacheln. Die Urolophidae bringen lebende Junge zur Welt.  

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Copyright berodiver,  Fischbestimmung V2.2., erstellt am 18.12.04, letzte Änderung am 10.5.05